
Innsbruck am Inn
A jeda hot so seine Sorgen - wer woass scho wia´s iam geat bis morgen. Den oan zwickt´s do, den andern dort - da nexschte sogt vielleicht koa Wort. So trog ma olle unser Packl - vergess´n nit des kloane Sackl - mit oan Humor den ziag ma decht den Ärger vor.
© Ingrid Riedl
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G'sundheit
G'sundheit hoassts, wenn oaner niast. Griass Gott sog’ ma, wenn ma oan griasst. „G’sund bleibm“, ruaft ma ondern zua. G’sund bleibm konn ma gor nit gnua.
Schaug’ m a ober in die Rund’, isch jo foscht koa Mensch mehr g'sund.
Pumperlg'sund, mecht jeder sein. Luschtig bei oan Glaserl Wein, singen, ratschen, musiziern, ober jo koa Zeit verliern.
Fast Food isch jo heit modern. kochen tuan nit olle gern.
Kurz, es isch a blede Gschicht, hot ma eppa Übergwicht.
Scho die Jungen jammern heit: Himmelfix i hob koa Zeit. weil die Schual mi a nit gfreit.
© Ingrid Riedl

Benehmen
Was früher einmal Grundausstattung, die gut erzog'ne Menschengattung, wird heute kaum mehr praktiziert, Unflätigkeit die Welt regiert.
Wo man nur schaut und geht und steht wird Unbill, Zorn und Schand‘ gesät. Und bis zum Rachen kann man gucken, sieht dort das Zäpfchen munter zucken.
Den Nasenbohrer, oh‘ wie dreist, der seine Beute gleich verspeist, den sieht man heute jeden Tag. Was schmeckt da gut, ich schmunzelnd frag‘
Den Unterarm, ganz quer vor’m Teller, ja, so geht auch das „Fressen“ schneller. Sie schaufeln sich die Suppe rein und schmatzen, schlürfen wie ein Sch*ein.
So mancher rustikale Esser benutze Gabel oder Messer, um nur auf and're hinzuweisen, so sie auf ihre Art entgleisen.
Die Füße werden ungeniert auf Stuhl und Bank und Tisch plaziert, und diese rücksichtslos Bequemen, sich destotrotz nicht einmal schämen.
Wo früher freundlich wurd' gegrüßt, man heute diesen Gruß vermißt. Abweisend, kalt und bissig, stumm, streift böser Blick um dich herum.
Die Kinder lernen es nicht mehr, den Alten fällt es schon sehr schwer, und so verliert sich die Kultur zurück zur tierischen Natur.
Das waren nur so die Gedanken. Wer weist die Rüpel in die Schranken?
© Ingrid Riedl

E R N Ä H R U N G
Gesundheit ist das höchste Gut und wer sie achtet, braucht nicht Mut. Ernährung ist uns allen wichtig, Die Wahl der Speisen oft nicht richtig.
Wer schlemmt und nicht auf vieles achtet, der sieht wohl, wie der andre schmachtet, der noch asketisch Körnderl mahlt Der Schweine-Hax‘n-Esser strahlt.
So gibt es auch Gewichtsprobleme. Ich meine dies ganz ohne Häme und hoffe, dass man sich nicht schäme. Der Mensch bevorzugt das Bequeme.
Ist Quantität in eurem Sinn? Die Qualität ist der Gewinn! Wer denkt, wer kauft und überlegt, ganz sicher auch sein Image pflegt.
Ich hab’s euch in den Mund gelegt.
© Ingrid Riedl
 Absam Aussicht nach Süden
D Ü N G E N
Man düngt und spritzt mit viel Chemie. Man züchtet, handelt wie noch nie und denkt nicht an das schlimme Ende beschränkt das Gute, wählt die Wende.
Die Menschen kaufen und entsorgen, doch kann sich keiner G’sundheit borgen. Es blüht der Handel über Grenzen. Da sehe ich das Unheil glänzen.
Wenn Strom und Wasser dann zuletzt der Mensch mit seiner Gier besetzt und das verkauft, was Gott gegeben, gefährdet dies auch unser Leben.
© Ingrid Riedl
 Herbstsaymphonie
D A S G E L D
Das Geld ist mir nicht ganz egal, doch hat man oftmals nicht die Wahl. So sucht der eine, hofft auf‘s Glück und schaut auch gerne mal zurück.
Der and‘re weiß, es geht mit Fleiß Er schuftet immer auf Geheiß und spart, wie man nur sparen kann. Ist er nun reich, der arme Mann?
Den Reichtum will ich ihnen gönnen, denn Sparen muß nicht jeder können. Es sind sehr viele unzufrieden. Geschmäcker, ja die sind verschieden.
Ein Haus, ein Flugzeug und ein Boot, das wünscht sich jeder, nicht die Not. Doch schätzt man oftmals nur den Wert Das finde ich, ist ganz verkehrt.
Gesundheit kann doch keiner kaufen. Gelähmte können selten laufen Und isst man, was man nicht verträgt, es sich im Magen bleiern legt.
So ist ein Reichtum zweifelhaft, wenn er auch Sorgen, Kummer schafft. Wer könnte mich zuletzt betrügen? Ob er, ob sie vielleicht noch lügen?
Soll Wertpapiere ich nun kaufen, die Börsenstellen quer durchlaufen? Den Kurs vom Dollar überlegen? Das Lottospielen etwa pflegen?
Was mache ich mit soviel Geld? Soll ich bereisen diese Welt? Zum All noch fliegen: Ja wer weiß? Ich denke, grüble - mir wird heiß.
© Ingrid Riedl
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