Davidia der Taubenbaum am 07. Mai 2006
im Botanischen Garten in Innsbruck.

Es grüßt uns nun der Taubenbaum
mit cremweißzarten Blüten.
Wie Taubenflügel scheinen sie
den Mythos zu behüten.

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Ich sah hinauf, stand unterm Baum,
der hoch zum Himmel ragt
und winkend uns zur Maienzeit:
„AUF WIEDERSEHEN" sagt.

© Ingrid Riedl

klick--> Baumkunde

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Ein Zweig in meinen Händen


Frucht nach der Blütezeit im Mai


Pavillon im Botanischen Garten - 2009

Bei meinem Besuch im Jahr 2004 entdeckte ich im schneebedeckten Freiland des Botanischen Gartens den Taubenbaum.
Auf den nackten Ästen hingen noch einzeln ein paar kugelrunde, braune Früchte. Eine davon lag im Schnee vor mir und bot sich als interessantes Objekt zum Fotografieren an.





Klassische, auserwählte Musik umschmeichelt mich ....
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Eva Lind - eine wunderbare Sopranistin mit einer steilen internationale Karriere, die sie auf die Bühnen zahlreicher renommierter Opern- und Konzerthäuser der Welt führte - verehre ich schon lange ...



Wenn der klirrend kalte, schneereiche Winter der Frühlingssonne weicht, um die Natur wieder erwachen zu lassen, ist das immer ein Neubeginn.



Lass das Wunder dich begleiten,
schwerelos im Traum.
Schwebe zu den Ewigkeiten.
Gib dem Herzen Raum.

© Ingrid Riedl


Eine Überraschung im Gewächshaus

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Sind es nicht die schönsten Augenblicke des Wahrnehmens, wenn aus den knorrigen Ästen,
nackten Zweigen, den kargen Wurzeln
Knospen treiben?



Zartgrün recken sie die Köpfchen,
suchen himmelwärts das Licht
und wie gläsern scheint ein Tröpfchen.
das im Strahl der Sonne bricht.

© Ingrid Riedl



Die von anderen als banal bezeichneten Kleinigkeiten sind es, die mein Auge suchen und oft finden. I.R.

Seelenfroh die Zeit entführen,
in der Stille meditieren,
Zuversicht im Herzen spüren.

© Ingrid Riedl

Der Tauben- oder Taschentuchbaum ist bei uns sehr selten und stammt aus den feuchten Gebirgsregionen Mittel- und Westchinas. Den ersten Taschentuchbaum hat der Jesuitenpater PÈRE DAVID 1869 nahe Mu-pin (West-Setchuan) entdeckt. Nach ihm wurde der Baum später benannt.
Er wird 12 bis 20 m hoch, bevorzugt einen leicht saueren, nährstoffreichen, mäßig feuchten Boden, verträgt Halbschatten und sollte vor starken Winden geschützt werden. Zwar trägt der Baum schon nach einigen Jahren einzelne Blüten, doch gelangt er erst nach etwa 20 Jahren zur vollen Pracht.



1897 gelangten die ersten 37 Samen nach Europa, aber nur ein einziger davon keimte. Der erste Baum kam 1906 in Frankreich zur Blüte.

Der Taubenbaum ist einer der wenigen Bäume die im Sommer blühen und beeindruckend große und auffällige Blütenstände aufweisen.



Weiße Tauben verheißen Frieden, sind das Symbol für Liebe, Reinheit, Treue und Unschuld.

Davidia ist bei uns eine absolute Rarität. Während der Blütezeit ist er wohl der auffälligste Baum außerhalb der Tropen. Die Blüten werden von Pflanzenforschern auch als große, schwebende Schmetterlinge bezeichnet.

Bis wir sie wieder sehen, werden noch ein paar Monate vergehen.
Ich schwärme noch vom letzten Sommer, der mir ein paar kleine, schöne Natur- Erlebnisse beschert hat.



Ein Plätzchen der Idylle
im Spiegel der Natur.
Ein göttlich Quell der Stille.
Erholung, Schönheit pur.

Ich staune und verweile,
vergesse Zeit und Raum,
bemerke keine Eile,
genieße diesen Traum.

© Ingrid Riedl


Die einzelnen Blüten sind cremweiß und schmucklos, da sie keine Blütenblätter haben. Die kugeligen Blütenstände sind ungewöhnlich in ihrem Aufbau:

Aus einer Fülle von rein männlichen Blüten mit Staubblättern, aber nur einer einzigen zwittrigen Blüte, entsteht die grüne, eiförmige Frucht des Taubenbaums.

Merkst du, wie die Zeit verstreicht
im BLAU der weiten Welt
wo vieles einem Märchen gleicht
das seinen Traum behält.

© Ingrid Riedl


Zur Blütezeit im Frühsommer bietet der Baum einen eindrucksvollen Anblick. Um die Blütenstände herum stehen je zwei auffällige, cremweiße Hüllblätter, die die Funktion übernehmen, Insekten anzulocken
Diese meist ungleich großen, bis zu 18 cm langen Blätter sehen aus wie an den Ästen hängende Taschentücher, die sich im Wind bewegen.

Ein Mosaik, unendlich weit,
im steten Kommen, Gehen,
im Werben um das Neue,
im Sterben, im Verwehen.

© Ingrid Riedl


In China wird Davidia daher auch "Auf Wiedersehen-Baum" genannt.
Von weitem hat man auch den Eindruck, als habe sich ein Schwarm weißer Tauben in den Zweigen niedergelassen, daher der Name "Taubenbaum".



Der Glaube an eine Verbindung von Baum und Mensch ist tief verwurzelt.
Ein Baum hat viele Eigenschaften, die sich ein Mensch wünscht.
Jedem Sturm, Unwetter und Blitzschlag zu widerstehen.
Bis ins hohe Alter noch ansehnlich, mächtig und stark zu sein, um die Früchte der Vergangenheit ernten zu können.
So spiegeln sich im Baum der Erkenntnis wie auch im Weihnachtsbaum, dem Maibaum, sowie im Taubenbaum Wunschvorstellungen wider.

Seit Urzeiten rankt sich ein Mythos um sprechende Bäume und das märchenhafte Flair bezaubert jeden, der naturverbunden die Symbole zu deuten versteht.

Wenn nun aber die Seele weint und das Herz gebrochen ist?

Dann sind Texte wie: "Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist ... von Johann Strauss jr. beschwingter Operette "Die Fledermaus" klick -->
The Video of the Vienna Festival, playing Strauss' Die Fledermaus Overture (from the opera). (more) wenig tröstlich.



Dennoch kann man das Geschehene etwas aus dem Mittelpunkt rücken, versuchen wieder zu sich zu finden, indem man entdeckt, was andere kaum beachtenswert finden.

„Wer die Kostbarkeit des Augenblicks entdeckt,
findet das Glück des Alltags."




Es bündelt sich der Sonnenstrahl
beim Morgenrot im Teich
und ebnet diese Harmonie
zum irdisch Himmelreich

Ja, das hat was auf sich. Nicht umsonst erzählen Menschen, die vom Schicksal gebeutelt wurden, zwischen Leben und Tod schwebten, dass es die kleinen Dinge des Lebens seien, denen sie nun mehr Bedeutung zumessen.



Im LICHT der SONNE

Im Licht der Sonne wirst du reisen,
dein Herz mit Kraft und Wärme speisen,
vergessen was im Alltag grau,
da nun der Himmel klar und blau.

© Ingrid Riedl




Der Platz unter einem Baum war immer schon ein Treffpunkt von Liebespaaren, eine Zufluchtstätte vor dem Regen oder der prallen Sonne ...
Den Brauch, bei der Geburt eines Menschen einen Baum zu pflanzen, hat Goethes Großvater bereits verwirklicht, denn er pflanzte, als sein Enkels das Licht der Welt erblickte, einen Birnbaum.
Im Bild des Baumes hat der Mensch sein Leben seit Generationen schon gesehen. Das Naturgeschehen um den Baum verdichtet sich, wenn das Wachsen, Blühen, Reifen, Früchtetragen und letztlich das Welken und Vergehen dem Neuen weicht.

Jedoch bringen Baumdarstellungen auch Trauer zum Ausdruck, wie z.B. die Trauerweide, die aus demselben Grund auch als Grabbepflanzung, als Friedhofbaum vorkommt. Bäume. die ihre Zweige "hängen" lassen, sind symbolhaft vergleichbar einem Menschen, der in fassungsloser Trauer die Arme sinken lässt.

Bäume sind aber auch Zeichen des Überlebens und Weiterlebens …

Siehe - klick ---> BAUMWEISHEITEN

Nichts ist für mich mehr Abbild der Welt und des Lebens als der Baum. Vor ihm würde ich täglich nachdenken, vor ihm und über ihn ...
~ Christian Morgenstern *1871 – 1914 ~


Die Geburt der Götter wurde bereits in der Epoche des Altertums mit den Bäumen in Zusammenhang gebracht. So ist in der Überlieferung zu lesen, dass Buddha unter einem Baum geboren wurde, dort seine Erleuchtung fand und später auch unter einem Baum starb.

Träume, die verborgen, Sehnsucht, die erwacht
Wunderbares Fühlen, das uns Glück gebracht.

© Ingrid Riedl


Spricht man vom Land des Lächelns, den herrlichen Dingen des Lebens, braucht man nicht in die Ferne schweifen. Man muss nur die Augen schließen, tief durchatmen, das Herz öffnen und den ersten Augenblick genießen, den uns die Natur zu Füßen legt, denn oft können simple Dinge, denen man früher kaum Beachtung geschenkt hat, Glücksgefühle auslösen.

Wenn der Lenz einkehrt, wunderbar wie ein Hauch feinster Seide den lauen Frühlingswind flüsternd durch die knospenden Zweige der Baumwipfel streichen lässt, die Sonnenstrahlen auf den glucksenden Wellen des klaren Bächleins tanzen, die Gräser sprießen, die Vögel singen und die Bienen summen, dann jubelt die Seele.

Wer kennt das Kinderlied nicht: „Die Mutter schüttelt’s Bäumelein, da fällt herab ein Träumelein … „



Ein SCHMETTERLING der WÜNSCHE trägt,
sie schwingend auf die BLÜTE legt,
um manche SEHNSUCHT zu beglücken,
will sie im Fluge näher rücken.

© Ingrid Riedl

Also lasst uns wenigstens gelegentlich träumen ...

Beim Verlassen des idyllischen Plätzchens, drehe mich etwas nachdenklich, aber lächelnd um, atme tief durch, winke zurück und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.
Link ---> Botanischer Garten Innsbruck

The Mamas and the Papas California Dreamin

In diesem Sinne: Auf Wiedersehen!



Herzlichst Ingrid

Innsbruck/Austria
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