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ZAUBERfaeden



Das Puzzel

Die Kiste, alt, total verstaubt
im Winkel hoch am Dach
hat Schätze, die gar simple sind,
doch auch ein kleines Fach.

Dort liegen sie ganz durcheinand’
in einer alten Schachtel
die Puzzelteile klitzeklein
geteilt in Viertel, Achtel.

Gedanken, die von früh’rer Zeit
verdrängt in feuchte Schatten
verwandeln und verzaubern dich,
weil sie mal Freude hatten.

So sieht man die Vergangenheit
in bunten Farben leuchten
und auch die Wehmut ist dabei
wie Übermut und Lorelei.

© Ingrid Riedl

Ein kurzer historischer Rückblick.


Künstler: Carl Spitzweg; *1808 - 1839
Stil: Romantik - Werk: "Der arme Poet " von 1839 - Malgrund: Leinwand - Originalgröße BxH: 45 x 36 cm

Carl Spitzweg wurde am 5.Februar 1808 in München geboren. Er war eigentlich Apotheker, entschloss sich aber nach einer Krankheit, Maler zu werden. Er kopierte auch Werke alter Meister …
... und beschrieb sich selbst so:

Wenn ich den Tag schon opf're doch
rein nur Vergnügens Sachen,
so will ich wenigst' abends noch
ein klein Plaisir mir machen.

Ich bitt' du mußt nun hier vor all'n
auf jeden Scherz verzichten;
Am Tage nämlich tu ich mal'n,
und abends tu ich dichten.

Ich dicht' auch emsig jeden Tag,
nicht ohne ihn zu malen,
ganz gleich, wenn es zuletzt auch mag
gar manchem nicht gefallen.

Gehör' zur Zahl der Dutzenddichter
und will auch für die Zeilen nichts,
das Honorar in Weis' in schlichter,
bereits bezahlt ist's mir - ich dicht's.

Zum täglich Brot gehört mir Dichten,
und bring' ich's auch nicht zu Papier,
muß auf Verleger ich verzichten -
Der Selbstverlag bleibt selig mir.

~ Carl Spitzweg ~

Und da mir "Der arme Poet" von Carl Spitzweg schon seit meiner Jugend gefiel, der Anblick der "Szene" mit dem Schirm - mich jedes Mal amüsierte, äußerte ich mal den Wunsch, dieses Bild zu besitzen.
Als weitgehend unbekannte DichterIn, die am 03. Februar im Sternzeichen Wassermann (Aszendent Wassermann) geboren ist, aber leider wenig Talent zum Malen aufweist, pflege ich des öfteren die Selbstironie …
Nun hängt eine prima gemalte Kopie in meinem Wohnzimmer, die ich überraschenderweise von einem jahrzehntelangen lieben Freund und Nachbar samt Rahmen geschenkt erhielt. *freu* DANKE Toni!

Mit dem Selbstauslöser gelang mir dieses Foto. )
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Meine Antwort auf das Gedicht von Carl Spitzweg ...

Das Scherzen, wie das Lachen, Dichten,
kann ich mir täglich mehrmals richten,
brauch weder Farbe, Stift, Papier,
denn bin ich online, schreib ich hier.

Ich kann die Bücher, Hefte missen,
den Rahmen für das Bild
und will ich die Geschichte wissen,
ist alles halb so wild.

Wer reimt und liebt die Poesie,
der möchte Dichter sein,
doch ist im Netz der Phantasie
er niemals ganz allein.

So kostbar wie ein edler Wein,
soll Stunde, Tag und Abend sein
und Harmonie zum Frohsinn bringen
dass Melodien himmlisch klingen.

Ob man die Künste lobend preist,
soll mich nicht sehr bedrücken.
Hier sieht man Carl allein, verwaist
und auf dem Dach die Lücken.

Der Regenschirm ist aufgespannt,
die Denkerstirn gerunzelt
und wer den Lebenslauf gekannt,
hat sicher schon geschmunzelt.

© Ingrid Riedl
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