PUNKT

Der Punkt in Pixel aufgeteilt, der visuell am Platze weilt
bestimmt die Größe, Dunkelheit, wie ebenso Tabelle, Zeit,
verändert, punktet PUNKTgenau im Blick, wie auch
im Sinn.
Getastet, geistig registriert, berechnet er Gewinn.

Der PUNKT, er teilt und unterstreicht,
obwohl ein PUNKT dem Punkte gleicht.

Ein RufeZEICHEN ohne PUNKT betont doch nur
am Rand, wenn er den Anschluss,
der genügt, am Platz viel später fand.

Und wo ein Pünktchen eingefügt, das digital entstand,
erhöht, vertieft es die DISTANZ, die Schärfe, wie den Bilderglanz.

Ein PUNKT allein, auf weiter Flur,
besagt, daß dies ein Pünktchen NUR

Ist dieser PUNKT auch noch so klein,
ist die DISTANZ das ANDERSSEIN,
denn wo ein PUNKT an Grenzen lehnt,
er seinen Schatten weiter dehnt.

Der MittelPUNKT zur Symmetrie
bestimmt den Punkt der Harmonie.

Wo visuell der Zweifel nagt,
der Geist des Wissens staunend fragt,
welch PUNKT den KONTEXT dominiert,
wenn man den Faden dort verliert,
der mit dem Punkt den Strich verziert,
ist durch den PUNKT gar irritiert,
hat er ihn fälschlich ignoriert.

Es wäre etwas destruktiv,
wenn Punkt zu Punkt zusammenlief,
da nur in Punktform PUNKTE zählen,
die wiederum den Punkt erwählen.

So distanziert der PUNKT die Ferne,
wie uns're Sicht zu Mond und Sterne.

Ein PUNKT, wie könnt‘ es anders sein,
soll punktgenau, wenn auch nur klein
ein Bindeglied zur Grafik sein.

Man kann den PUNKT auch noch verzieren,
nur wird er dann die Form verlieren.

Ob nun der PUNKT so sehr gewichtig
und meine THESE etwa richtig,
entscheidet letztlich wie und wo
der Leser hier dann sowieso.

© Ingrid Riedl






Paragrafen

Kennst Du diese Paragrafen,
wo sich EINSER dreifach trafen?
- § 111 StGB -

Im Strafgesetzbuch steht geschrieben:
Man darf nicht alle Schriften lieben.

§ 111 - Öffentliche Aufforderung zu Straftaten:

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26) bestraft.

Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und einem doch das Kostbarste stehlen: die Zeit. ~ Napoleon (1769 - 1821) ~

Hätt’ man die Schweigepflicht gewahrt,
dann hätt’ sich mancher was erspart.

Jedoch - ich schreibe nur zum Spaß
und pfeife den Gesetzen was.


Ist gar ein Spitzel auf dem Posten?
Dann kann es ein paar Euros kosten.

Ach nein, das ist nur ein Palaver
mit einem Wenn, mit einem Aber.

Bei uns, da gibt es keinen Zwist,
weil Dichten frei von Steuern ist
und deshalb wird das Wort geduldet,
das einer mal dem andern schuldet.

Nun bin ich aber abgeschweift
vom Wünschen und vom Feiern;
Hab Paragrafen eingeseift,
damit sie nicht so leiern.

Es ist im Grund nur eine Zahl,
die 1-er in der freien Wahl,
der Klau der Elf plus einer Eins,
ist ein Delikt, das sicher KEINS.

So will ich meinen Freunden sagen:
Ich freu mich schon seit vielen Tagen,
hier endlich eine Spur zu legen,
damit sich meine Zellen regen.

Im alten Rom schon galt der Schluss,
dass (* Casum sentit dominus.


(* Casum sentit dominus (lat. den zufälligen Verlust trägt der Eigentümer) und casus a nullo praestatur (für den Zufall wird nicht gehaftet) sind zwei entgegengesetzte Sätze, deren Widerspruch andeutet, daß der Mensch für das, was zufällig aus seinen Handlungen entspringt, schwer Regeln aufstellen kann.

Hab ich die EINSER - die sich trafen - gar etwa lange schon verschlafen ?

© Ingrid Riedl



INTERnett

Man sucht, man rätselt, will ergründen,
was da und dort im Web zu finden.
Der Forschergeist - immens gelobt
in vielen Denkerköpfen tobt.

Die Maus vibriert, die Finger drücken
die Tasten, um zum Ort zu rücken.
Die Sicht zum Bildschirm ist famos.
Das Suchergebnis riesengroß.

Der Zufall spielt natürlich mit.
Wer "Googelt" hält mit ALLEM Schritt.
eröffnet so das Web der Weite
und die gesuchte User-Seite.

Der Horizont - global gesehen
kann in dem Fortschritt gut bestehen.

© Ingrid Riedl

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Abendstund im Kerzenschein

Man pflegt die beste Weinkultur
auch hier zu Lande gern.
Die Rebensorten sollen nur
im Schein der Sonne sein.

Gern trinke ich ein Gläschen Wein
zur Abendstund im Kerzenschein.
Vollmundig soll der Tropfen sein,
rubinrot, klar, geschmacklich fein.

Der edle Tropfen mundet.
Der Abend ist noch lang.
Wir plaudern und wir lachen
und lieben den Gesang.

© Ingrid Riedl



ANGE-L-IN O

Der Name Angel-i (no),
als Engel definiert,
hat mich ganz in Gedanken
zur Phantasie verführt.

Wenn man nun etwa LINA -
als Mädchennamen wählt,
hat vorne dran ein Ange(L)
die Flügelchen gestählt.

So könnte ANGE-L-INA
ein Doppelname sein.
Mit Ina aber hätte -
er kaum etwas gemein.

Wenn ohne L das Wort geschrieben
ist nur die INA da geblieben.
Bei Angelino kommt die Wende:
Das O ist männlich - ganz am Ende.

© Ingrid Riedl



Im Banne einer Macht

Mac Connor darf Lucien sein,
der Carry nachts betört.
Er lockt mit Charme und rotem Wein,
bis sie ihn dann erhört.

Hypnotisch hält er sie gefangen
im Banne seiner Macht.
Errötet sind die Mädchen-Wangen,
bis es verlegen lacht.

Ein Zauber der Vampire,
ein Fluch aus alter Zeit
führt uns in ferne Welten.
Ins Reich der Ewigkeit.

Im Garten voller Blüten
des Nachts im Mondenschein
erwacht, was wir behüten,
für uns, nur uns allein.

© Ingrid Riedl

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Wo bleibt der Lenz?

Die Kälte geht uns an die Nieren,
der Schnee in allen Lagen
und keiner will andauernd frieren
an miesen Frühlingstagen.

Wo bleibt der junge Lenz im März?
Hat er sich gar verirrt?
Es wartet die Natur im Schmerz.
Die Tiere sind verwirrt.

Nun habe ich hier leis gesagt
dass mich das Wetter lang schon plagt.
Ich schätze jeden Sonnenstrahl
und freu mich drüber jedes Mal.

Wir müssen leider lange warten,
bis Bäume, Sträucher treiben.
Jedoch wird bald im Nachbarsgarten
kein Schnee mehr liegen bleiben.

In diesem Sinne hoffnungsfroh,
schick ich ganz liebe Grüße.
Ich träume von dem Blumenmeer
auf einer grünen Wiese.

© Ingrid Riedl 2006



Am Meeresgrund

Am Meeresgrund mit den Korallen,
wo Seepferd, Muschel, Fische, Quallen,
da sah ich einen Schatz im Schiff,
das mal zerbarst an einem Riff.

Es ranken Algen, Moos und Tang,
denn dieses Schiff, es sank schon lang
vor vielen hundert Jahren - dort
und blieb verborgen hier am Ort.

Ob Neptun da wohl Pause macht,
wenn in der langen Vollmondnacht
die Nixen ihre Lieder singen,
die zauberhaft im Winde klingen?

Mit Wellenschlag und Ebbe, Flut,
vergeht der Tag, die Sonnenglut
und Dunkelheit umhüllt das Meer.
Der Sturm weht Stimmen zu mir her.

© Ingrid Riedl
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